Donnerstag, 7. April 2016

Donauwelle - ein deutscher Kuchen-Klassiker


Zu Familienfeiern gab es früher sehr oft Donauwelle - gebacken von meiner Tante Helga war die besonders gut!
Das Rezept ist schon seit über 30 Jahren in meinem alten Rezeptbuch und schrie förmlich nach einer neuen Belebung :-)
Tante Helga hat den Rührteig mit Margarine zubereitet, weil früher Butter einfach viel teurer war - ich backe heute nur mit Butter oder Rapsöl...

Donauwelle - ein Klassiker
Etwas verändert habe ich das Ursprungsrezept: die Margarine gegen Butter ausgetauscht, nach dem Backen etwas angedickten Kirschsaft über dem Teig verteilt und ein selbstgemachter Schokoüberzug anstelle des gekauften Schokogusses aus dem Plastiktöpfchen...

Die Donauwelle schmeckt einfach nur köstlich. Eine Durchzieh-Zeit von 2 - 3 Tagen ist eigentlich Pflicht - wenn man so lange mit dem Probieren warten kann ;-)
Falls ihr diese Donauwelle backt, werdet ihr merken, dass die Reststücke noch besser schmecken als der frische Kuchen, der auch schon absolut lecker ist!

Donauwelle
1 Backblech

Buttercreme
500 ml Milch
80 - 100 g Zucker
1 Eigelb
1 Päckchen Vanillepudding-Pulver zum Kochen
1 geh. EL Stärke
1 EL Rum (kann man weglassen, rundet den Geschmack aber schön ab)

250 g Butter, unbedingt Raumtemperatur
2 TL Puderzucker

Teig
250 g Butter
250 g Zucker
6 Eier, Gr. M
350 g Mehl
2 TL Backpulver
2 Gläser Sauerkirschen, abgetropft

250 ml Kirschsaft
2 EL Zucker
1 Päckchen roter Tortenguß

200 g Zartbitter-Kuvertüre oder -Schokolade
200 ml Sahne

Am Vortag den Pudding kochen
Etwas von der Milch abschütten und mit den restlichen Zutaten (bis auf den Rum) glattrühren, ich mache das immer mit einem Zauberstab. Die Milch aufkochen, die glattgerührte Mischung dazugeben und unter Rühren aufkochen lassen. Aufpassen, dass nichts ansetzt! Den Topf von der Platte ziehen und den Rum (nach Wunsch) zugeben.
Anschließend den Pudding mit Frischhaltefolie abdecken (dann bildet sich keine Haut) und über Nacht bei Zimmertemperatur erkalten lassen - die Butter schon mal daneben legen. Dann haben der Pudding und die Butter am nächsten Tag die gleiche Temperatur...
Das Eigelb im Pudding sorgt übrigens dafür, dass sich die wässerigen Bestandteile (Milch) später besser mit dem Fett (Butter) verbinden und die Buttercreme nicht grisselig wird...

Teig backen
Die Butter mit dem Zucker richtig, richtig weiß-schaumig rühren. Anschließend nach und nach die Eier einzeln unterrühren und danach das Mehl (vorher das Backpulver untermischen) in 2 - 3 Portionen einarbeiten.
Die Hälfte des Teiges auf einem gefetteten Backblech verstreichen. In die andere Teighälfte 30 g Back-Kakao, 1 Msp. Backpulver und 2 - 3 EL Milch einrühren und den dunklen Teig über den hellen Teig streichen. Die abgetropften Kirschen gleichmäßig auf dem Blech verteilen und ca. 25 - 30 min. bei vorgeheizten 180° O-/U-Hitze backen. Stäbchenprobe!
Sofort nach dem Backen drücke ich den Kuchen gleichmäßig mit Hilfe eines Frühstücksbrettchens flach, wenn er an einigen Stellen höher sein sollte als anderen...

Kirschsaft, Zucker und Tortenguß aufkochen und gleichmäßig auf dem noch warmen Kuchen verteilen.
Kuchen zum Abkühlen kalt stellen.

Donauwelle auf KuchengabelWährenddessen die Buttercreme zubereiten: Die Butter mit dem Puderzucker richtig weiß-schaumig rühren und anschließend nach und nach löffelweise den Pudding unterrühren.
Wenn der Kuchen höchstens noch lauwarm ist, die Buttercreme gleichmäßig darauf verteilen und über Nacht im Kühlschrank kühlen.

Am nächsten Tag die Schokolade in kleine Stücke brechen und zusammen mit der Sahne in der Mikrowelle bei ca. 360 Watt oder im Topf vorsichtig schmelzen. Nicht zu lange und nicht zu heiß, sonst kann die Schokolade überhitzen. 
Den Schokoüberzug lauwarm abkühlen lassen und flott über der kalten Buttercreme verteilen.
Und sich nun beherrschen und kein Stückchen probieren ;-)

14 Törtchen:

Anonym hat gesagt…

Mit tortenguss dazwischen muss ich mal ganz dringend probieren ☺

Inga hat gesagt…

Wie schön.. Die teste ich zum nächsten Wochenende.
Danke für das Rezept.
Inga

Anonym hat gesagt…

Hört sich köstlich und relativ unkompliziert an..wird auf jedenfall demnächst nachgebacken! Danke fürs Rezept!
LG Natali

Inga hat gesagt…

Hallo.
Kann man auch den Saft der Kirschen auffangen und für den Tortenguss nehmen?

Grüsse und Danke

Monika Matzat hat gesagt…

Natürlich handelt es sich beim Kirschsaft um den aufgefangenen Kirschsaft der abgetropfen Kirschen, Inga...

Anita21 hat gesagt…

Hallo Monika,

im März gab es unter der Motivtorte für meinen Sohn die Donauwelle. Und, du hast recht, nach 3 Tagen schmeckte der letzte Rest ultralecker. Ich mache die Buttercreme immer anders, Köche den Pudding, rühre dann in den heißen fertigen Pudding den Zucker und gebe alles zusammen mit der kalten Butter in die Maschine, klappt immer super gut und ich muss nicht warten. Den Guss mache ich immer aus 200g guter Schokolade, die ich zusammen mit 200g Puderzucker und 8 EL Wasser im Wasserbad schmelzen lassen. In dieser Zeit ist die Puddingcreme schon immer schön angezogen und die Schokocreme kann dann direkt darauf und dann natürlich ab in die Kühlung.
Ich finde auch, Donauwelle ist ein Klassiker, der immer wieder gerne auf der Kaffeetafel gesehen wird.

LG Anita

Marcin Grygielewicz hat gesagt…

Hallo Monika ☺️,

Kann ich die donauwelle auch mit Fondant eindecken? Muss ich dabei irgendwas beachten?

Liebe Grüße,

Yvonne

Monika Matzat hat gesagt…

Die Buttercreme ist nicht Fondant tauglich
Bitte unter tutorials nach Torten fondanttauglich machen schauen
Rechts oben auch mal die Artikel für Anfänger lesen :-)

Anonym hat gesagt…

Hallo Monika,
der Kuchen ist in Vorbereitung, aber ich möchte ihn in einer 26cm-Form backen.
Sollte ich das Rezept auf 2 oder 3 Eier runter rechnen?

Viele Grüße
Sigrid



Monika Matzat hat gesagt…

Hm, ich würde alles halbieren, aber keine Ahnung, wie hoch der Kuchen dann wird, Sigrid
:-)

Anonym hat gesagt…

Hallo Monika,
danke für die Antwort, aber ich werde das Rezept für 3 Eier anpassen.
Ich habe heute den Apfelkuchen mit Butterstreuseln gebacken und entsprechend Deiner Empfehlung bei diesem Rezept die Menge halbiert für eine 26cm-Form. Der Apfelkuchen ist gut gelungen, lockerer Teig, Geschmack entspricht meinem Gusto. Aber der Kuchen ist zu flach (Teigmenge). Da ich noch einen halben Becher saure Sahne habe, werde ich die gleiche Teigmenge heute noch in einer 20er-Form backen.
Deshalb denke ich, das die Anpassung Rezept Donauwelle auf 2 Eier auch einem eher flachen Kuchen in der 26cm-Form ergeben wird.
Der Apfelkuchen ist noch nicht einmal ausgekühlt und schon fehlt ein Viertel. Jetzt muss ich den Kuchen vor mir selber verstecken bzw. ich klingele mal bei meiner Nachbarin oder ich habe zum Abendbrot Obst, ist ja auch gesund und es ist doch schließlich auch egal, ob das Mehl nun im Brot oder im Kuchen ist.
Ich war neugierig auf einen Teig ohne Butter bzw. Öl. Tipp-topp!

Dir wünsche ich noch einen schönen Abend und viele Grüße
Sigrid

Monika Matzat hat gesagt…

...halbieren sind doch 3 Eier, Sigrid...
:-)

Anonym hat gesagt…

Hallo Monika,

man bin ich blöd. Ich habe die Teigmenge halbiert, aber nur 2 Eier genomen,hat aber gut funktioniert. Hatten da wohl ein anderes Rezept, das auf 2 Eier reduziert wurde noch im Kopf.
Also wird die Donauwelle auf 4 Eier gerechnet.
Ich werde vom Backversuch Nr. 2 Apfelkuchen mit Butterstreuseln bzw. Sahne bei dem Rezept berichten.

Viele Grüße
Sigrid

Sabrina hat gesagt…

Ich liebe Donauwelle und das ist wirklich ein tolles Rezept davon!

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